GIS

GIS im Netzverbund des Landkreises Wittmund

 

Vogelgrippenachweise im Zweckverbandsgebiet

Es gab bisher allein bis jetzt im März 2021 (Stand 23.03.2021, 12:00 Uhr) 354 Nachweise von Vogelgrippe bei Wildvögeln (obwohl längst nicht alle Tiere beprobt werden können) und 63 Ausbrüche beim Hausgeflügel, auch in Kleinbeständen in Deutschland, vorwiegend im norddeutschen Raum. Das ist eine enorm hohe Zahl, das Infektionsgeschehen hat wieder angezogen. Die Aufstallungspflicht kann daher noch nicht aufgehoben werden! Das Ende des Vogelzuges muss noch abgewartet werden!

 
Der Vogelgrippeerreger ist weit verbreitet. Auch im Zweckverbandsgebiet hat es folgende Nachweise des hochpathogenen Vogelgrippeerreger H5 gegeben (es werden nicht mehr alle toten Tiere beprobt), erster Nachweis im Zweckverbandsgebiet überhaupt im Jahr 2016:

  1. 05.04.2021 1 Wildgans, Elsfleth, H5N8
  2. 26.03.2021 1 Wildgans, Neuharlingersiel, H5N1
  3. 11.03.2021 39 Hühner, Gänse und Enten, Hobbyhaltung in Berne, H5N8
  4. 05.03.2021 1 Wildgans, Wangerland, H5N8
  5. 04.03.2021 1 Wildgans, Carolinensiel, H5N8
  6. 04.02.2021 1 Möwe, Wilhelmshaven, H5N8
  7. 21.01.2021 25.000 Pekingenten, Stadt Wittmund, H5N8
  8. 30.12.2020 1 Greifvogel, Varel, H5N8
  9. 22.12.2020 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N8
  10. 22.12.2020 1 Wildgans, Wangerland, H5N8
  11. 17.12.2020 1 Wildgans, Varel, H5N8
  12. 11.12.2020 1 Wildgans, Friedeburg, H5N8
  13. 10.12.2020 1 Wildgans Varel, 1 Wildgans Bockhorn, 1 Wildgans Wangerland, alle H5N8
  14. 18.11.2020 4 Wildgänse Wilhelmshaven, 3 Wildgänse Varel, 1 Wildgans Bockhorn, 1 Wildgans Wangerland, alle H5N8
  15. 17.11.2020 1 Wildente (Krickente) Elsfleth-Moorhausen, H5N8
  16. 14.11.2020 1 Wildgans Jade, 2 Wildgänse Wilhelmshaven, 2 Wildgänse Butjadingen, alle H5N8
  17. 13.11.2020 1 Wildgans Bensersiel, 3 Wildgänse Wilhelmshaven, alle H5N8
  18. 10.11.2020 1 Kotprobe Wildgans, Butjadingen, H5N8
  19. 09.03.2017 25.000 Pekingenten, Stadt Wittmund, H5N8
  20. 09.02.2017 1 Greifvogel, Stadt Wittmund, H5N8
  21. 12.01.2017 1 Wildente, Wilhemshaven, H5N8
  22. 27.12.2016 1 Wildgans, Wangerland, H5N5
  23. 09.12.2016 1 Greifvogel, Wilhelmshaven, H5N8
  24. 05.12.2016 1 Wildgans, Wangerland, H5N8 
  25. 29.11.2016 1 Schwan, Wilhelmhaven, H5N8
  

Vogelgrippeausbruch in Berne-Ganspe und Beobachtungsgebiet im Nordosten der Stadt Nordenham und im Westen von Elsfleth und Ovelgönne

  1. In einer Hobbyhaltung mit rund 40 Stück Geflügel in Berne-Ganspe ist der Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt worden. Es sind ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet festgelegt worden. Betroffen sind auch Gebiete der Stadt Bremen und der Landkreise Osterholz und Oldenburg. Im Zweckverbandsgebiet sind die Gemeinden Berne und Lemwerder sowie die Stadt Elsfleth ganz oder teilweise betroffen (Aufhebung zum 13.04.2021). Außerdem wurde bedingt durch einen Vogelgrippeausbruch in Schiffdorf (Landkreis Cuxhaven) der nordöstliche Teil der Stadt Nordenham zum Beobachtunsgebiet, weil dieser Zipfel des Landkreises Wesermarsch sich noch im 10 Kilometerradius befindet (Aufhebung zum 15.04.2021). Die nachfolgend aufgeführten Regelungen für die Gebiete ergeben sich aus der Geflügelpestverordnung. Die Gebietszuschnitte sind auch den Links unterhalb dieses Textes zu entnehmen. Zusätzlich ist bedingt durch einen Ausbruch in Wiefelstede (Landkreis Ammerland) am 16.03.2021 im westlichen Teil von der Gemeinde Ovelgönne und der Stadt Elsfleth ein Beobachtungsgebiet eingerichtet worden (Aufhebung zum 20.04.2021). Wir haben also derzeit drei Fälle, die die Geflügelhalter im Landkreis Wesermarsch betreffen.

Für alle Personen, die kein Geflügel halten, gibt es keinerlei Einschränkungen. Auch Hunde und Katzen dürfen frei umherlaufen. Der dort festgestellte Vogelgrippeerreger H5N8 ist für den Menschen derzeit ungefährlich.

Für Geflügelhalter gelten folgenden Einschränkungen.

Sperrbezirk:
1. Das Geflügel ist in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung zu halten (Aufstallung oder Seiten mit dichtem Draht und überstehendem geschlossenem Dach).Ist dies so nicht umsetzbar, dürfen nur dann als Ausnahmefall Netze oder Gitter zur Vermeidung des Kontaktes zu Wildvögeln genutzt werden, wenn sie als Abdeckung nach oben eine Maschenweite von nicht mehr als 25 mm aufweisen.
2. Dem Veterinäramt ist - soweit die Geflügelhaltung noch nicht aktuell gemeldet wurde oder die Tierzahlen von der bisherigen Meldung abweichen - die Geflügelhaltung anzumelden.
3. Gehaltene Vögel, Säugetiere (die zusammen mit Geflügel gehalten werden), Fleisch von Geflügel und Federwild , Eier sowie von Geflügel und Federwild  sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte (Mist etc) dürfen weder in einen noch aus einem Bestand, Futtermittel dürfen nicht aus einem Bestand verbracht werden. Eine Ausnahmegenehmigung ist für Konsumeier auf Antrag möglich, wenn diese an eine Packstelle gehen und dort in Einwegverpackungen verpackt werden.
4. Es ist durch verstärkte Hygienevorgaben sicherzustellen, dass
a) die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder die sonstigen Standorte des Geflügels gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren gesichert sind,
b) die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten werden und dass diese Personen die Schutz- oder Einwegschutzkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich ablegen,
c) Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird,
d) nach jeder Einstallung oder Ausstallung von Geflügel die dazu eingesetzten Gerätschaften und der Verladeplatz gereinigt und desinfiziert werden und dass nach jeder Ausstallung die frei gewordenen Ställe einschließlich der dort vorhandenen Einrichtungen und Gegenstände gereinigt und desinfiziert werden,
e) betriebseigene Fahrzeuge abweichend von § 17 Absatz 1 Satz 1 und 2 der Viehverkehrsverordnung unmittelbar nach Abschluss eines Geflügeltransports auf einem befestigten Platz gereinigt und desinfiziert werden,
d) Fahrzeuge, Maschinen und sonstige Gerätschaften, die in der Geflügelhaltung eingesetzt und in mehreren Ställen oder von mehreren Betrieben gemeinsam benutzt werden, jeweils vor der Benutzung in einem anderen Stall oder, in den Fällen des Buchstaben der gemeinsamen Nutzung von mehreren Betrieben im abgebenden Betrieb vor der Abgabe gereinigt und desinfiziert werden,
e) eine ordnungsgemäße Schadnagerbekämpfung durchgeführt wird und hierüber Aufzeichnungen gemacht werden,
f)  der Raum, der Behälter oder die sonstigen Einrichtungen zur Aufbewahrung verendeten Geflügels nach jeder Abholung, mindestens jedoch einmal im Monat, gereinigt und desinfiziert wird oder werden,
g) eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zum Wechseln und Ablegen der Kleidung und zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten wird.
5. Die Beförderung von frischem Fleisch von Geflügel aus einer Schlachtstätte, einem Zerlegebetrieb oder einem Kühlhaus ist verboten;
6. Gehaltene Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestands dürfen nicht frei gelassen werden;
7. Auf öffentlichen oder privaten Straßen oder Wegen, ausgenommen auf betrieblichen Wegen, dürfen gehaltene Vögel, Eier oder Tierkörper gehaltener Vögel nicht befördert werden. Dies gilt nicht für den Durchgangsverkehr auf Fernstraßen und den Transport von Konsumeiner, die außerhalb des Sperrbezirks erzeugt wurden
8. Die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist verboten;
9. Transportfahrzeuge und Behälter, mit denen gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel, tierische Nebenprodukte von Geflügel, Futtermittel und sonstige Materialien, die Träger des hochpathogenen aviären Influenzavirus sein können, befördert worden sind, sowie Fahrzeuge, mit denen ein Bestand mit gehaltenen Vögeln befahren worden ist, sind unverzüglich nach jeder Beförderung nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde zu reinigen und zu desinfizieren.

Beobachtungsgebiet:
1. Es gilt weiterhin das allgemeine Aufstallungsgebot für das gesamte Zweckverbandsgebiet.
2. Dem Veterinäramt ist - soweit die Geflügelhaltung noch nicht aktuell gemeldet wurde oder die Tierzahlen von der bisherigen Meldung abweichen - die Geflügelhaltung anzumelden.
3. Gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel und Federwild , Eier sowie von Geflügel und Federwild  sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte (Mist etc) dürfen weder in einen noch aus einem Bestand. Eine Ausnahmegenehmigung ist für Konsumeier auf Antrag möglich, wenn diese an eine Packstelle gehen und dort in Einwegverpackungen verpackt werden.
4. Es ist durch verstärkte Hygienevorgaben sicherzustellen, dass
a) die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten werden und dass diese Personen die Schutz- oder Einwegschutzkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich ablegen,
b) Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird,

5. Gehaltene Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestands dürfen nicht frei gelassen werden;
6. Die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist verboten;
7. Transportfahrzeuge und Behälter, mit denen gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel, tierische Nebenprodukte von Geflügel, Futtermittel und sonstige Materialien, die Träger des hochpathogenen aviären Influenzavirus sein können, befördert worden sind, sowie Fahrzeuge, mit denen ein Bestand mit gehaltenen Vögeln befahren worden ist, sind unverzüglich nach jeder Beförderung nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde zu reinigen und zu desinfizieren.

Vogelgrippegeschehen im Herbst/Winter 2020/21

Die Vogelgrippe kommt derzeit in der Wildvogelpopulation im Zweckverbandsgebiet vor. Das bisherige Geschehen aus den Niederlanden und Schleswig-Holstein hat uns erreicht. Betroffen sind hauptsächlich Wassergeflügel wie Wildenten und Wildgänse, aber auch Aasfresser und Greifvögel. Es werden aus der Bevölkerung vermehrt tote sowie lebende Vögel, die zentralnervöse Störungen aufweisen, gemeldet. Auch wenn der aktuelle Vogelgrippeerreger des Typs H5N8 oder H5N5 bisher nicht für den Menschen gefährlich ist, sollen tote oder lebende Tiere nicht von den Bürgern eingesammelt werden. Wichtig ist, sich noch lebenden Tieren nicht zu nähern, denn dies bedeutet sehr viel Stress für die Vögel, sondern die Wildtiere in der Natur in Ruhe genesen oder evtl. auch sterben zu lassen. Hunde und Katzen sollten ferngehalten werden. Singvögel sterben sehr selten an der Vogelgrippe.

Es wurden mittlerweile bereits zahlreiche Proben eingeschickt, das Vorkommen der Vogelgrippe ist daher ausreichend nachgewiesen, weitere Meldungen zur Probenahme sind nur bei besonderen Auffälligkeiten notwendig.

Vogelgrippe

Untersuchung von toten Wildvögeln, Aufstallung und Vorsichtsmaßnahmen

Im November 2020 mit dem Vogelzug der Weißwangengänse trat ein bisher noch nicht so intensiv dagewesenes Infektionsgeschehen bei Wildvögeln vor allem bei Gänsen und Enten im Küstenbereich auf. In einem zweiten Schritt waren auch Aasfresser wie Möwen und Greifvögel betroffen. Eine Beprobung aller toten Tiere ergibt derzeit keinen Sinn, weil das Vogelgrippegeschehen in der Wildvogelpopulation nunmehr bekannt ist. Wichtig ist, evtl. kranke Tiere in Ruhe zu lassen, eine Rettung ist nicht möglich.   

Eine Aufstallungspflicht für Hausgeflügel wurde angeordnet, um eine Ansteckung über Wildvögel und deren Ausscheidungen zu vermeiden.

Die Aufstallung in geschlossenen Ställen ist eine sichere Möglichkeit. Je dichter der Schutz vor Eintrag, umso besser. Neben der Haltung im Stall dürfen die Tiere auch in einer Schutzvorrichtung, die gegen Wildvogeleintrag von den Seiten und von oben geschützt ist, untergebracht werden. Die Abdeckung von oben sollte dicht sein und das Regenwasser nicht in den Auslauf der Tiere abgeleitet werden. Ausnahmsweise dürfen Netze und Gitter zur Vermeidung des Kontaktes zu Wildvögeln genutzt werden, wenn sie als Abdeckung nach oben eine Maschenweite von nicht mehr als 25 Millimeter aufweisen.

Für alle Haltungen ist grundsätzlich rechtlich vorgeschrieben, dass Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren ist. Beim Betreten der Stallungen soll auf Schuhwechsel und Schutzkleidung geachtet werden.

Allgemeine Erläuterungen zur Vogelgrippe

 

Es gibt viele Bezeichnungen für die selbe Erkrankung. Neben Vogelgrippe heißt sie auch Geflügelinfluenza oder Klassische Geflügelpest oder hochpathogene aviäre Influenza (HPAI). Der letzte Begriff trifft die Krankheitsbezeichnung gut, denn es geht vorwiegend um eine Ansteckung mit Influenzaviren und mit solchen Typen, die stark krank machen. Stark krankmachend und auch gefährlicher für den Menschen ist der Typ H5N1, der bei der sogenannten "Rügengrippe" im Jahre 2006 bei Wildvögeln auftrat. Neben diesem gibt es auch Stämme, die nur wenig krank machende Eigenschaften haben, Erkrankungen hiermit werden als low pathogen avian influenza (LPAI) genannt und verursachen nicht in dem Umfang das Krankheitsbild der Vogelgrippe. Es besteht dann die Gefahr, dass durch Passagen in mehreren Tierbeständen die krankmachenden Eigenschaften zunehmen, da Influenzaviren ihre Eigenschaften verhältnismäßig schnell ändern können. Deshalb müssen auch bei LPAI bestimmte Maßnahmen ergriffen werden.

Am empfänglichsten gegen Vogelgrippe sind Hühner und Puten. Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine Tierseuche. Bei engem Kontakt zwischen Tier und Mensch ist im Einzelfall eine Ansteckung des Menschen nicht ausgeschlossen. Gefährlich kann es werden, wenn der Mensch an einer menschlichen Grippe (Influenzainfektion) erkrankt ist und zeitgleich auf den krankmachenden Vogelgrippeerreger trifft. Dann kann sich gegebenenfalls aus dem Tier- und dem Menschenvirus ein neuer Typ ergeben, der bei den Menschen zu einer schweren Grippeepidemie führen könnte.

Derzeit kommen weltweit Vogelgrippefälle vor. Der Schwerpunkt liegt in Asien. Dort, wo Geflügel häufig mit im Wohnbereich gehalten wird, hat es immer wieder beim Menschen einzelne Todesfälle gegeben, aber keine Virusneukombination mit Epidemie.

Der Vogelgrippeerreger H5N8 oder auch H5N5 des Seuchenzuges 2016/2017 und 2020/2021 ist bisher für den Menschen ungefährlich. Im Jahr 2021 hat es weltweit erstmalig in Russland einen Erregernachweis des Typs H5N8 bei sieben Menschen einer russichen Geflügelfarm gegeben, die allerdings nur sehr milde Krankheitssymptome aufwiesen.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Geflügelpest nicht gefährlich. Zunächst werden Lebensmittel gewerbsmäßig nur von gesunden Tieren gewonnen. Aber selbst wenn Fleisch und Eier von infiziertem Geflügel auf den Tisch gelangt wäre, könnten diese nach Erhitzung ohne Bedenken verzehrt werden.

Infiziertes Hausgeflügel zeigt folgende Erkrankungserscheinungen:

hohes Fieber
Appetitlosigkeit
drastischer Rückgang der Legeleistung
hochgradige Apathie
ausgeprägtes Kropfödem
Blaufärbung von Kamm und Kehllappen
wässrig-schleimiger, grünlicher Durchfall
plötzlich auftretende zahlreiche Todesfälle

Geflügelhalter sollen durch Hygienemaßnahmen darauf achten, dass der Erreger nicht von außen in den Bestand getragen wird. Folgende Früherkennungswerte gelten für alle Geflügelhalter bundesweit:
 

  1. Innerhalb von 24 Stunden Tierverlust von mindestens drei Tieren bei einer Bestandsgröße bis zu 100 Tiere.
  2. Innerhalb von 24 Stunden Tierverlust von mehr als 2 % der Tiere bei Bestandsgröße mit mehr als 100 Tiere.
  3. Erhebliche Veränderung der Legeleistung oder Gewichtszunahme
  4. Verluste von mehr als das Dreifache der üblichen Sterblichkeit in einem Zeitraum von mehr als 4 Tagen bei einem reinen Enten- oder Gänsebetrieb
  5. Abnahme der üblichen Gewichtszunahme oder Legeleistung von mehr als 5 % in einem Zeitraum von mehr als 4 Tagen bei einem reinen Enten- oder Gänsebetrieb.


Sofern einer dieser Werte erreicht oder überschritten ist, ist sofort der Haustierarzt zwecks Untersuchung auf Vogelgrippe hinzuzuziehen.

Wollen Sie das Risiko der Einschleppung der Vogelgrippe in Ihren Bestand ermitteln, nutzen Sie bitte den nachstehenden Link zur Risikoampel.

  

 

 

 

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