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GIS im Netzverbund des Landkreises Wittmund

 

  Fipronil  

Fipronil ist ein Mittel zum Abtöten von Parasiten auf dem Tierkörper und wird bei der Bekämpfung von Flöhen bei Hunden etc eingesetzt. Europaweite Beachtung bekam das Mittel im Jahr 2017, als es verbotenerweise von einer belgischen Firma in mindestens ein Produkt zur Bekämpfung der roten Vogelmilbe zugesetzt wurde. Dieses MIttel (Dega 16)  enhält normalerweise nur ätherische Öle wie Eukalyptusöl. Daher konnte es ohne Wartezeit auf Lebensmittel am Tier eingesetzt werden. Für die Anwendung von Fipronil bei lebensmittelliefernden Tieren wie Legehennen ist es aber nicht zugelassen. Das heißt, sobald ein Rückstand von Fipronil in Eiern oder Geflügel nachgewiesen wird, darf das Lebensmittel nicht in den Verkehr gebracht werden, unabhängig, ob eine Gesundheitsgefährung vorliegt oder nicht. 

Die mit Fipronil versetzten Lösungen des MIttels Dega 16 wurden teilweise in die Niederlande verkauft. Eine dort ansässige Firma bietet die Dienstleistung Stallreinigung und Bekämpfung der roten Vogelmilbe an, sowohl in belegten Ställen bei Problemen oder nach der Ausstallung als Endreinigung. So wurde mit Fipronil versetzte Lösungen im großen Umfang in Tierhaltungen eingesetzt, in allen möglichen Haltungsformen, von Haltung in ausgestalteten Käfigen, über Bodenhaltung, Freilandhaltung und auch in Biobetrieben, zumal das Mittel, wohl wegen der Fipronilbeimischung, sehr wirksam gegen die rote Vogelmilbe gewesen sein soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in mehreren europäischen Ländern. Es ist derzeit noch unklar, wer alles von dem illegalen Zusatz gewusst hat. In zahlreichen europäischen und teilweise auch in außereuropäischen Ländern wurden Fipronilrückstände in Eiern nachgewiesen. Die Verbreitungsdimension ist daher nicht unerheblich. Man geht derzeit davon aus, dass das Geschehen bereits seit längerer Zeit angdauert hat. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind nicht nur Rückstände in Eiern, sondern in geringerem Umfang auch in Fleisch von Hühnern oder Eiprodukten zu finden.

Die rote Vogelmilbe ist ein blutsaugender Parasit des Geflügels, auch der Wildvögel, und kann in befallenen Beständen zu ernsthaften Problemen führen. Die Vogelmilbe sitzt oft in Einrichtungsritzen und kommt zum Blutsaugen auf die Tiere, vorwiegend sitzen sie bei den Legehennen unter den Flügeln..

Nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind die Rückstände nicht so hoch, dass es bei normalem Verzehr von Eiern und sonstigen Geflügelprodukten zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung durch die Fipronilrückstände beim Menschen kommt. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass auch bei weitem nicht alle Legehennenhalter dieses Mittel eingesetzt haben. Im Zweckverbandsgebiet ist zum Beispiel derzeit kein Betand wegen des Verdachtes der Fipronilanwendung gesperrt. Unere Lebensmittelkontrolleure sind auch weiterhin in den Lebensmittelgeschäften unterwegs und kontrollieren, ob evtl. Eier von gesperrten Betrieben noch im Verkauf sind, bisher ohne Auffälligkeiten. 

Nachstehend sind einige Links angefügt. Informationen, vor welchem Verzehr von Lebensmitteln in dem Zusammenhang gewarnt wird, erhalten sie auf    Lebensmittelwarnung.de. Informationen zur Rückstandsbewertung sind auf der Seite des Bundesamtes für Risikobewertun zu finden. Sonstige Informationen finden Sie auch auf der Interseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und der Seite des Bundesministeriums.

  

 

 

 

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